Tempel der kaputten Künstler*innen/
Temple of broke(n) Art(ists), 2020

Zu sehen ist eine intermediale und dekonstruktive Arbeit, bei der mit menschlichen Körpern oder Fragmenten davon bzw. mit dem Körper der Künstlerinnen gearbeitet wird.

Ein Raum der Themen wie etwa die Sichtbarkeit und Existenz von Künstler*innen aufgreift. Gerade im letzten Jahr (2020), war es ein großes Thema, wie sehr Künstler*innen in schwierigen Zeiten unterstützt werden. Das Projekt soll zeigen, dass Kunst Arbeit ist und Künstler*innen in diese ihr Innerstes und Äußerstes, i.e. Fragmente ihrer selbst, in ihre Kunst investieren. Es geht um Wertschätzung dieser Arbeit und Sichtbarkeit des Menschen hinter der Kunst. Das Tempelthema wurde einerseits aufgegriffen, da Tempel für Verehrung stehen, für die wir plädieren wollen. Andererseits wurde die Thematik aufgegriffen, da sie für Institutionen wie Museen, Bildung und Kunstgeschichte steht.
Das Video wird über den plastischen Teil der Installation hinweg an die Wand des „Tempels“ gestrahlt. Es stellt die immer wieder aufs Neue vollbrachte Arbeit aber auch das Verschwinden des Menschen dahinter dar. Durch die intermedialen Positionen, die in diesem Projekt zusammenkommen, wird die Vielseitigkeit der Kunst als Arbeit aufgezeigt.
Das installativ, konzipierte Werk in der Mitte des Raumes thematisiert die Sichtbarkeit der Künstlerinnen als Existenzen. Eine Anspielung auf das Tempelthema wird hier durch die visuelle Ähnlichkeit des Wat Rong Khun (Weißer Tempel in Thailand) erzeugt.
Fotografien, welche Spuren im Schnee, Wolkenbilder und Institutionen dokumentieren hängen an den Wänden. Ein nacktes Gemälde mit Struktur stellt die Verbindung zur Arbeit der Künstlerinnen her und schließt den Kreis.
Der Sound lässt einen tranceartigen Zustand zu. Anfangs dezent im Hintergrund baut dieser zunächst eine Spannung auf. Die tropfenartigen Laute geben das Gefühl einer Tempelhöhle. Die Trommeln, zunächst fern doch immer näher kommend, werden immer presenter. Tiefe und hohe Klänge, Rattern, Poltern, Trommeln, Schleifen, Rasseln, Atmen, all das summiert sich im weiteren Verlauf zu einer Komposition, die unerlässlich für die Arbeit der Künstlerinnen ist, da das Gesamtbild des Tempels nur so erreicht werden kann.